In den letzten beiden Artikeln „Was ist gutes Webdesign?“ und „Wichtige Entscheidungen für ein erfolgreiches Webdesign“ haben wir bereits alle Stufen der Gestaltung behandelt. Jetzt beginnt die Umsetzung. Wie arbeitet eigentlich ein guter Webdesigner?

Content First, der Inhalt muss passen

Was hat denn der Designer mit Text zu tun? Webdesigner arbeiten doch alle mit dem typischen „Lorem Ipsum“ Beispieltext. Welche Bilder als Platzhalter verwendet werden, spielt doch auch keine Rolle.

Waren Sie schon einmal auf einer mehrsprachigen Webseite, auf der fast kein Begriff in den dafür vorgesehenen Button gepasst hat? „Kostenfrei herunterladen“ ist eben wesentlich länger als „Free Download“. Ob Buttontext, Navigation oder andere Webseiteninhalte, geben Sie dem Designer echte Daten. Soll Ihre Webseite auch in andere Sprachen übersetzt werden? Dann überlegen Sie zuvor, welche gestalterischen Herausforderungen damit verbunden sind. Arabisch liest man beispielsweise von rechts.

Wer zuerst gestaltet und danach versucht, die Inhalte in den verfügbaren Platz zu bekommen, endet oft mit gekürzten Inhalten oder gesprengtem Budgetrahmen. Beides möchten Sie nicht.

User First, dem Gast muss es schmecken

Na was denn nun? Inhalt oder Benutzer? Beides, aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Während im Gestaltungsprozess der Inhalt an erster Stelle steht, sollte im Entscheidungsprozess der Benutzer das erste und das letzte Wort haben.

Bei einem Relaunch sind Benutzerumfragen und Webanalyse auf der bestehenden Webseite die besten Werkzeuge. Auch während der Gestaltung und Programmierung ist es ratsam, die Meinung von Kunden einzuholen. Wenn die Webseite dann fertig ist, könnte schon die nächste Umfrage starten. Ein dezentes „Wie finden Sie unsere neue Webseite?“ auf der Startseite oder im Newsletter ist auf jeden Fall eine gute Idee. Wie das geht? Fragen Sie die FAZ, die haben darin Übung.

Ein Fazit zum Thema Webdesign

Sie haben alle Regeln beachtet, stilsicher wichtige Entscheidungen getroffen und Inhalten und Benutzern den Vorrang gelassen. Dann sollten Sie jetzt genau wissen, wie Ihre Webseite aussehen soll. Vielleicht können Sie es nicht umsetzten, aber ab heute erkennen Sie gutes Webdesign, wenn Sie es sehen.